Geschichte

Im Jahr 1907 hat sich die Hallenser Arbeiterschaft mit dem Bau des Volksparks eine eigene Versammlungs- und Begegnungsstätte geschaffen. Die Geschichte des Hauses spiegelt im Folgenden die politischen Umbrüche deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert wider.

Im Ersten Weltkrieg zum Lazarett umfunktioniert, in der Weimarer Republik wieder Polit- und Kultur- Arena, von den Nationalsozialisten als „Reichshof“ okkupiert und zu DDR-Zeiten von der SED angeeignet.

Nach der Wiedervereinigung nutzten den Volkspark verschiedene Zwischenmieter und erst im Jahr 1998 wurde ein mehrjähriger Rechtsstreit um die Eigentumsfrage entschieden. Die Liegenschaft wurde der einstigen Eigentümerin, der SPD, rückübertragen.

Seit dem Jahr 2003 nutzte die Kunsthochschule Halle das Gebäude hauptsächlich für ihre Zwecke. Im Jahr 2009 übertrug die SPD das Eigentum und die Verantwortung an den Verein Volkspark Halle e.V. Dieser begann im Jahr 2012 mit der Teilsanierung des Gebäudes. In diesem Zuge wurde eine Kindertagesstätte errichtet, die Kunsthochschule betreibt im Erdgeschoss des Gebäudes ihre Galerie. 

1906 Ankauf des Grundstücks „Tinzers Garten“ durch die SPD,der Preis betrug 135.000 Reichsmark
1906-07 Errichtung des Hauptgebäudes nach Plänen der Architekten A. und E. Giese
13.07.1907 Eröffnung des Volksparks
1911 Gründung der Volkspark GmbH
1913 Entstehung der Ergänzungsbauten: der Kolonnaden, der Konzertmuschel und des Turnsaales
1914-18 Volkspark dient als Lazarett für kriegsverletzte Soldaten
Mai 1933 Enteignung durch die Nazis, Umbenennung des Volksparks in „Reichshof“
1933-45 Volkspark wird als Musterungslokal der Wehrmacht genutzt
seit Juli 1945 Der Volkspark dient als Versammlungsort der SED.
15.10.1955 Wiedereröffnung nach Renovierung
1981-82 Erneute Gesamtrekonstruktion des Gebäudes, Umbau der Außenanlagen
1993 Schließung des Volksparks wegen ungeklärter Eigentumsansprüche
1998 Rückübertragung des Volksparks an die SPD, seitdem Nutzung durch verschiedene Kultur- und Musikgruppen sowie Vereine aus der Stadt und der Region
seit 2000 hauptsächliche Nutzung des Gebäudes durch die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2004 Gründung des Vereins Volkspark Halle e.V.
2009 Übertragung des Eigentums an den Verein Volkspark Halle e.V.
2012-2014 Sanierung des Volksparks, brandschutztechnische Ertüchtigung der Fluchtwege und Brandabschnitte gem. der Versammlungsstättenordnung, Sanierung der Sanitäranlagen,  Erneuerung der Elektrik, Heizungsanlage und Wasserzufuhr sowie der Fenster und Türen nach den Plänen der Architekten Büdel aus Halle
2013 Bau einer Kindertagesstätte nach dem Entwurf des Architekten Guido Grossmann aus Halle. Dieser wird  durch das VHS Bildungswerk in  Kooperation mit der Kunsthochschule Halle betrieben.
2017 Sanierung der Kollonaden und des Außenbereiches